Breisach am Rhein, 17.09.2022, von THW-Mediateam Baden-Württemberg

Technisches Hilfswerk (THW) aus dem Regionalbereich Freiburg bereitet sich auf Katastrophen vor

150 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus den Ortsverbänden Breisach, Biberach, Achern, Kehl, Lahr, Emmendingen, Müllheim, Lörrach und Schopfheim trafen sich am Wochenende zu einer realistischen Übung.

An fünf Stationen waren unterschiedliche Aufgaben aus dem THW Portfolio zu lösen. So setzen die Einsatzkräfte mit Unterstützung der Fachgruppe Wassergefahren aus Breisach Boote, Motorsägen und einen Kranwagen ein, um eine schwimmende Plattform zu zerlegen und aus dem Wasser zu hieven.

Einen festgefahrenen LKW am Ufer des Rheins mit eigenen Mitteln wieder flott zu kriegen, war die Aufgabe an einer weiteren Station. Mit einem Mehrzweckzug zogen die Helferinnen und Helfer das Fahrzeug wieder auf festen Untergrund.

Personenrettung aus schwierigem Gelände

In einem unzugänglichen und steilen Waldgebiet musste ein verunglückter Forstarbeiter gerettet werden. Um den Verunglückten schonend und patientengerecht zu transportieren, bauten die Bergungsspezialisten mit einem Mehrzweckzug aus der Ausstattung des Gerätekraftwagen (GKW) eine Seilbahn.

Personenrettung aus Unfallfahrzeug

Wie die Rettung eines Verunglückten aus einem PKW funktioniert, trainierten die Helferinnen und Helfer an einem weiteren Übungsort.

Organisation, Führung und Logistik

Neben den handwerklichen Fähigkeiten der Helferinnen und Helfer war auch Organisationsgeschick und vorausschauende Planung ein weiterer Baustein der realistischen Übung. Helferinnen und Helfer mussten untergebracht und verpflegt werden. Es galt die Kommunikation zwischen den Einsatzkräften über Funk sicherzustellen und die Übersicht über verschiedene Einsatzabschnitte zu behalten. An der Lagekarte war für alle Entscheider sichtbar, wo welche Schäden aufgetreten sind, wo welche Kräfte im Einsatz sind und wie viele Einsatzkräfte aus nicht betroffenen Bereichen nachgeführt werden müssen. Diese Managementaufgaben erfüllte der Fachzug Führung und Kommunikation aus dem Ortsverband Emmendingen gemeinsam mit dem Fachzug Logistik aus dem Ortsverband Schopfheim. Das Gelände des Ortsverbandes Breisach diente als Führungs- und Logistikbasis. Von dort aus koordinierten die Führungskräfte die Übungseinsätze der einzelnen Trupps, stellten die Situation auf einer Lagekarte dar und behielten die Überblick Geschehen. Um die Versorgung der eingesetzten Kräfte kümmerte sich die Fachgruppe Logistik-Verpflegung aus dem Ortsverband Achern.

Information aus erster Hand

Vor Ort informierten sich Bürgermeister Rein aus Breisach und THW Regionalstellenleiter Leuchter über den Verlauf der Übung.

Vorbereitung auf ungewöhnliche und große Schadensereignisse wichtig

Wie wichtig die Vorbereitung auf außergewöhnliche, große Schadensereignisse ist, wurde bei der Flutkatastrophe im Sommer 2021 im Ahrtal deutlich. "Deshalb trainieren wir neben den handwerklich-technischen Fähigkeiten auch die organisatorische Abläufe und die Zusammenarbeit mit anderen Helferinnen und Helfern. Damit sind wir besser auf ungewöhnliche und große Schadensereignisse wie jüngst im Ahrtal vorbereitet", erläutert Übungsleiter Dirk Wiebeck den Zweck der Übung.

Fazit

Am Ende der Übung zog Dirk Wiebeck ein positives Fazit. Die Herausforderungen der Übung meisterten die jungen Helferinnen und Helfer des THW. Jede Übung bringt aber auch Mängel ans Tageslicht. "Diese werden wir im Rahmen der ständigen Ausbildung ansprechen, abstellen und bei der nächsten Ausbildung besonders darauf achten", so Wiebeck.


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