Achern, 10.06.2018, von Anke Friedewald und Stefan Jörger

Maiwaldkatastophe 2018: Zeltplatzevakuierung und andere Aufgaben bei schweißtreibender Hitze

Bereits zum vierten Mal in Folge fand am vergangenen Wochenende die Jugendübung des THW Regionalbereichs Freiburg statt. Wie auch in den Jahren zuvor war der Ort des Geschehens das THW-eigene Übungsgelände nahe Achern. Die insgesamt 122 Junghelferinnen und Junghelfer aus elf Ortsverbänden mussten in verschiedenen Gruppen Aufgaben und Herausforderungen an mehreren Stationen lösen. Lahr stellte mit vier Junghelferinnen und 17 Junghelfern die größte Teilnehmergruppe.

Angelehnt am diesjährigen Motto "Maiwaldkatastrophe" zeigten die Nachwuchseinsatzkräfte im Alter von sieben bis 17 Jahren aus den Ortsverbänden Achern, Kehl, Biberach/Bd., Offenburg, Lahr, Emmendingen, Freiburg, Müllheim, Breisach, Lörrach sowie Rheinfelden ihr Können. Sechs fachspezifische Stationen verlangten den Kindern und Jugendlichen ihr Wissen per Einsatzauftrag ab. So hieß es beispielsweise, die Ortschaft "Maiwaldweiler" beim "Bekämpfen von Überflutungen und Überschwemmungen" zu unterstützen oder Evakuierungsmaßnahmen einzuleiten. Tauchpumpen kamen auf diese Weise zum Einsatz, ebenso Leiterteile und Schleifkorb, die zum Transport von Personen genutzt werden können.

Fiktiv wurde angenommen, dass ein Kirchturm einzustürzen drohte, sodass Behebung von Schäden an Gebäuden und Bauwerken Inhalt eines weiteren Übungseinsatzes war. Abstützarbeiten mit Holz- und Metallsystemen standen also hier im Vordergrund. Weiter wurde die Einsatzoption "Infrastrukturmaßnahmen" durch den Bau eines temporären Steges geübt. Zur "Sicherung von Verkehrswegen" musste schweres Gerät angewendet werden. Zusätzlich hatten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen die anspruchsvolle Aufgabe, logistische Überlegungen zur Einrichtung eines Bereitstellungsraumes umzusetzen.

Bei einer unangekündigten Alarmübung rückten die Jugendgruppen nach einer längeren hitzebedingten Pause am späten Nachmittag aus, um auf externem Gelände nach vermissten Personen zu suchen.

Dass aus Spaß schnell Ernst werden kann, wurde für alle Teilnehmenden bereits zum Auftakt des Wochenendes deutlich: auf Grund der Witterung wurde eine spontane Evakuierung geprobt. Der Spaß überwog jedoch glücklicherweise, auch bedingt durch ein abwechslungsreiches Sport- Spiel-, Kreativ- und Bastelangebot, welches Jahr um Jahr erweitert wird. Ein gemeinsamer Grillabend mit anschließendem "Straßenfest" rundeten den Übungssamstag ab und bei Eis, welches vom Eiswagen herangefahren wurde, wie auch Musik konnte so manch Strapaze des Tages hoffentlich vergessen werden. Nach gemeinsamen Rückbau am Sonntag fand das Übungswochenende in der Heimfahrt im Verband mit anfangs rund 30 Fahrzeugen seinen leuchtenden Schlusspunkt.

Die positiven Rückmeldungen von Teilnehmern und Teilnehmerinnen der Übung 2017 sowie deren Betreuungspersonal motivierte das Planungsteam auch im Folgejahr zur Darstellung verschiedenster realistischer Übungssituationen. Wie bisher mussten die Teilnehmenden ohne detaillierte vorherige Kenntnisse die realitätsnahen Szenarien erkunden und bewältigen. (Erste) Hilfe leisten bei Hochwasser, Sturm, Unfällen oder Erdbeben gehört ebenso zu den Aufgaben des THW wie die Organisation im Hintergrund. Entsprechend standen für die Nachwuchseinsatzkräfte auch Teamwork in Planung, Führung, Kommunikation und Dokumentation auf dem Übungsplan. Genau wie im echten Einsatzalltag.


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