Lahr, 15.12.2018, von Stefan Jörger

Jahresrückblick: Einsätze, Übungen & neue Technik

Im Rahmen der Weihnachtsfeier blickte der Ortsverband Lahr der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) auf das noch laufende Jahr zurück. Schwerpunkt in diesem Jahr war die hiesige Landesgartenschau, dort kamen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer mehrfach zum Einsatz. Neben dem Blaulichttag zusammen mit anderen Organisationen im Juli, ließen die THW-Helferinnen und Helfer im September ihren Helium-Großbeleuchtungsballon schweben.

Häufigster Einsatzort war jedoch die nahegelegene Autobahn A5 aufgrund der Bauarbeiten und dem damit verbundenen erhöhten Staurisiko. Hier hat das Technische Hilfswerk im Auftrag der Autobahnpolizei die Aufgabe, das Stauende gegen Auffahrunfälle abzusichern. Es ist hingegen nicht Aufgabe der ehrenamtlichen THW-Kräfte, die Autobahnauffahrten aufgrund einer Staubildung oder zäh fließenden Verkehrs zu sperren oder die Bevölkerung am Auffahren auf die Autobahn zu hindern.

Jugendgruppe und Übungen

Neben den 14-tägigen Ausbildungsabenden nahm die eigene Jugendgruppe im Juni an der jährlichen, großen Übung der THW-Jugendlichen in Südbaden mit über 220 Teilnehmern nahe Achern teil. Für die aktiven Helferinnen und Helfer fand Ende September in Willstätt am Kinzig-Wehr eine Hochwasserschutz-Übung statt, an der die Lahrer Katastrophenschützer ebenfalls tatkräftig unterstützten und mitwirkten.

Neues Notstromaggregat und Abschied des letzten Rundhauber-LKWs

Beim Fuhrpark und der technischen Ausstattung brachten die vergangenen Monate tiefgreifende Veränderungen. So konnten die THW-Angehörigen in Kleinostheim an der Bayrisch-Hessischen Grenze ein nagelneues 50kVA Stromaggregat in Empfang nehmen. Gleichzeitig muss dafür der Lichtmastkraftwagen (LiMaKW) weichen, der dem Ortsverband über lange Jahre hinweg treue Dienste geleistet hat. Das Fahrzeug der Bauserie GKW'72 wurde Anfang der 2000er Jahre in Eigenleistung zu einem autarken, selbstfahrenden Stromerzeuger umgebaut und hatte damit als LKW ein 25 kVA-Notstromaggregat im Huckepack immer mit dabei. Die Lahrer trennen sich nur ungern von ihrem Schätzchen, einem Mercedes-Rundhauber, zeigt er doch keine Alterserscheinungen und hätte auch in der Zukunft sicherlich noch weitere wertvolle Arbeit leisten können. Wo das Fahrzeug in der Zukunft ein neues Zuhause findet steht noch in den Sternen, das THW versteigert es öffentlich über den Verwerter des Bundes, der VEBEG.

Zukunft: Große Fuhrpark-Erweiterung mit Kipper und Radlader

Auch in der Zukunft steht eine Fuhrpark-Erweiterung mit Neufahrzeugen an, aktuell befindet sich ein Kipper, ein Tieflader und ein großer Radlader in der Beschaffung für die Lahrer.

Die Entwicklung der Helferzahlen war in diesem Jahr - im Gegensatz zu den Vorjahren - leicht rückläufig, daher freut sich das THW über technikbegeisterte Männer und Frauen ab 18 Jahren, die ehrenamtlich aktiv in der Verwaltung oder am Einsatzgeschehen teilnehmen möchten.


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